Einführung
Was ist Planedo? Wirkung als Wert
Planedo ist eine Werte- und Wirkbank für Umweltleistung. Im Mittelpunkt steht eine einfache Einheit: Ein Planedo steht für 10 kg validierte CO₂e-Reduktion oder eine gleichwertige Umweltleistung, die nachvollziehbar dokumentiert, geprüft und im Planedo-Register geführt wird.
Planedo setzt bei der eigenen Umweltleistung an: Maßnahmen, Projekte und Veränderungen, mit denen Emissionen real vermieden oder reduziert werden. Diese Leistung wird wissenschaftlich bewertet und als registrierte Wirkungseinheit im Planedo-Register erfasst. Erst auf dieser Grundlage entsteht eine nutzbare Einheit im System.
Die feste Bezugsgröße von 10 kg CO₂e pro Planedo sorgt für Verständlichkeit und Vergleichbarkeit, ohne die Herkunft der Wirkung zu verwischen. Unterschiedliche Wirkungsfelder – von Mobilität über Gebäude bis hin zu Ökosystemleistungen – werden in einer gemeinsamen Einheit abgebildet, bleiben aber projektbezogen dokumentiert und auditierbar.
Planedo verbindet damit drei Ebenen: reale Umweltwirkung, Registerführung wie ein digitales Grundbuch und eine digitale Darstellung, die in Wallets, Konten und Berichten genutzt werden kann. Wichtig ist die Systemlogik: Planedos entstehen nicht durch Behauptung, sondern durch geprüfte Evidenz.
Wirkung & Validierung
Wirkung einreichen, vorvalidieren, entscheiden
Bevor ein Planedo entstehen kann, reichen Sie die zugrunde liegende Umweltleistung bei Planedo ein. Planedo führt Sie durch einen strukturierten Prüfpfad: Einreichung, Vorvalidierung, fachliche Prüfung, Registereintrag. Danach entscheiden Sie, wie die registrierte Wirkung genutzt wird.
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1Maßnahme beschreiben und Belege hochladenSie reichen eine konkrete Umweltleistung ein – zum Beispiel eine Mobilitätsentscheidung, eine bauliche Maßnahme, ein Produktprojekt oder eine Ökosystemleistung. Dazu gehören eine kurze Beschreibung, die Zuordnung zu einer Kategorie (zum Beispiel Mobilität, Gebäude, Produkte, Flächen) sowie Belege wie Tickets, Rechnungen, Messdaten oder Projektdokumente.
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2Vorvalidierung durch Planedo-KIDie Planedo-KI prüft Vollständigkeit und Plausibilität, ordnet die Einreichung methodisch ein und berechnet eine konservative, nachvollziehbare CO₂e-Wirkung. Dabei wird erkennbar, welche Evidenz noch fehlt und welche Prüftiefe erforderlich ist.
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3Fachliche Prüfung und Freigabe durch ValidatorenJe nach Umfang und Risiko erfolgt eine vertiefte fachliche Prüfung durch menschliche Validatoren, insbesondere bei größeren Infrastruktur- und Flächenprojekten. Ziel ist eine belastbare, auditierbare Wirkungsaussage.
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4Registereintrag als Registered Impact UnitNach Freigabe wird die Wirkung als registrierte Wirkungseinheit im Planedo-Register geführt. Der Eintrag verbindet Maßnahme, Evidenz und CO₂e-Menge in klaren 10-kg-Schritten – mit Referenz und Audit-Trail. Diese Einheit ist die Grundlage für Prägung oder Übertragung an Planedo.Registered Impact Unit: dokumentierte Maßnahme, geprüfte CO₂e-Menge, eindeutiger Registereintrag.
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5Entscheidung: prägen oder Wirkung an Planedo übertragenDanach wählen Sie den Nutzungsweg. Bei der Prägung entstehen Planedos, die Sie im Wallet halten oder weitergeben können. Bei der Übertragung an Planedo geht die CO₂e-Wirkung in den Wirkungspool über und dient der Absicherung des Systemversprechens: Kein Planedo ohne validierte Wirkung.
Prägung & Wallet
Planedos, Fiat-Prägung, Wirkungspool
- Es gibt keine geprägten Planedos, die nicht mit validierter Umweltleistung hinterlegt sind.
- Fiat-Prägungen werden über den Ankauf validierter Wirkung abgesichert.
- Aus dieser Deckungslogik entsteht die Möglichkeit, zusätzliche Projekte und Umweltleistung zu fördern.
Diese drei Punkte sind der Unterschied zu klassischen Zertifikats- und Kompensationssystemen: keine Claims ohne Nachweis, Register statt Papier, Deckung statt Marketing.
Nach der Vorvalidierung liegt Ihre Umweltleistung als registrierte Wirkungseinheit im Planedo-Register vor. Auf dieser Basis werden Planedos geprägt oder die Wirkung in den Wirkungspool von Planedo übertragen. Ein Planedo steht immer für 10 kg validierte CO₂e-Wirkung und wird als eindeutige digitale Einheit im Wallet geführt.
Ein Planedo ist eine digitale Wirkungseinheit, die jeweils 10 kg validierte CO₂e-Reduktion oder eine gleichwertige Umweltleistung repräsentiert. Jeder Planedo ist eindeutig einer registrierten Wirkung (Registered Impact Unit) zugeordnet und erhält eine unverwechselbare ID. Planedos sind übertragbar, aber nicht beliebig austauschbar, weil sie immer mit konkreten Maßnahmen und Projekten verknüpft bleiben.
Planedos sind keine klassische Kryptowährung und kein Asset-Referenced Token. Sie bilden keine Fiat-Position ab, sondern stehen für nachgewiesene Umweltleistung.
Die registrierte Wirkung wird im Planedo-Register in 10-kg-CO₂e-Schritten strukturiert. Aus jeweils 10 kg CO₂e kann genau ein Planedo geprägt werden. Die Prägung erfolgt auf Basis der validierten Menge – zusätzliche Emissionen ohne Wirkungseinreichung erzeugen keine Planedos.
Beispiel: Aus 80 kg validierter CO₂e-Reduktion entstehen 8 Planedos, die im Wallet sichtbar sind und den Ursprung der Wirkung transparent dokumentieren.
Wenn Planedos gegen Fiat geprägt werden, dient ein wesentlicher Teil der Mittel dazu, zusätzliche validierte Umweltleistung verfügbar zu machen und den Prüf- und Registerbetrieb zu finanzieren. In der Praxis folgt die Mittelverwendung einer klaren, nachvollziehbaren Systemlogik (als Zielkorridor, nicht als starre Regel):
- Schwerpunkt: Ankauf/Finanzierung zusätzlicher Umweltleistung zur Deckung (Wirkungspool).
- Schwerpunkt: Validierung, MRV, Planedo-KI und wissenschaftliche Prüfpfade.
- Schwerpunkt: Betrieb, Infrastruktur, Produktentwicklung und Markteinführung.
Entscheidend ist nicht die Prozentzahl, sondern die Funktion: Fiat-Prägung bleibt nur dann glaubwürdig, wenn sie über validierte Wirkung abgesichert ist – und wenn die Prüf- und Registerinfrastruktur dauerhaft betrieben wird.
Das Planedo-Wallet verwaltet alle geprägten Planedos, zeigt deren Herkunft und die zugrunde liegende CO₂e-Menge. Planedos können innerhalb der Planedo-Community übertragen und – in einem Hybrid-Modell – auch über eine Web3-Infrastruktur technisch abgebildet werden.
- Interne Buchung im Planedo-System als Wirkungskonto.
- Optional technische Abbildung in einer externen Wallet-Infrastruktur.
- Ein Planedo bleibt immer ein Planedo – unabhängig von der verwendeten Technik.
Unternehmen & Bilanzierung
Scope 1–3, harte/weiche Prägung, Abo
Planedo bildet Unternehmenswirkung so ab, dass sie in Steuerung, Reporting und Prüfprozesse passt: von Scope 1–2 (eigene Emissionen und Energie) bis Scope 3 (Lieferkette/Produkte). Kern sind registrierte, auditierbare Wirkungseinheiten – und die Entscheidung, ob Wirkung im Unternehmen gehalten oder im System weitergegeben wird.
Unternehmen können eigene Reduktionsmaßnahmen als registrierte Wirkungseinheiten einreichen und validieren lassen. Aus diesen Einheiten können Planedos geprägt und im Unternehmens-Wallet gehalten werden. Damit entsteht eine klare Wirkungskette: Maßnahme → Validierung → Registereintrag → Planedo (10 kg CO₂e).
Eigene Reduktionsmaßnahmen werden stets separat validiert und bezahlt. Sie sind nicht „gratis“ in der Mindestprägung enthalten, sondern bilden den harten Wirkungsanker des Unternehmens.
Für Scope 3 wird Wirkung häufig entlang der Wertschöpfung erzeugt: Produkte, Materialien, Logistik, Vorleistungen. Planedo kann diese Wirkung als vorvalidierte Einheiten abbilden und für Weitergabe, Rückvergütung oder spätere harte Prägung vorbereiten – ohne doppelte Nutzung derselben Wirkung.
- Vorvalidierung schafft Transparenz und einheitliche Datenlogik.
- Weiche Prägung ermöglicht Scope-3-Mechaniken, bevor eine harte Prägung möglich ist.
- Registerführung sorgt für Nachvollziehbarkeit statt reiner Claims.
Im Unternehmenskontext wird die Wirkung zusätzlich über Planedo Sustainability Credits strukturiert. PSC Plus beschreibt validierte, unternehmenseigene Maßnahmen (harte Wirkung). PSC Soft beschreibt vorvalidierte Wirkung in Produkten und Lieferketten (Scope 3). Beide Ebenen dienen dazu, Wirkung auditierbar einzuordnen und konsistent zu berichten.
Ein Planedo bleibt die Wirkungseinheit (10 kg CO₂e). Die PSC-Ebene beschreibt die Einordnung für Reporting, Prüfpfade und Kontierung.
Unternehmensabos beginnen ab Base und orientieren sich als Richtwert an etwa 15 Prozent des jeweiligen CO₂e-Fußabdrucks. Sie schaffen eine klare Struktur für Mindestprägung, Validierungszugang, Registerführung und die Integration in ESG-/CSRD-nahe Prozesse.
- Base: Einstieg in Registerführung und Mindestprägung.
- Impact: Für regelmäßiges ESG-Reporting und standardisierte Workflows.
- Pro: Für hohe Komplexität, MRV-Tiefe, API und Konzernanforderungen.
Förderung & Projekte
Projektarten, Dividendenlogik, Marktintegration
Planedo verbindet Projektförderung, Wirkungskauf und Registerlogik: Projekte liefern validierte CO₂e-Reduktion und Ökosystemleistungen, Planedo macht sie prüfbar und führt sie als Wirkungseinheiten. Projektträger entscheiden nach Validierung zwischen Planedos oder einer Übertragung der Wirkung an Planedo. So entsteht ein System, in dem Wirkung nur einmal genutzt wird – und Prägungen systemweit abgesichert bleiben.
Planedo konzentriert sich auf Projekte, die nachweislich CO₂e reduzieren oder Ökosystemleistungen stärken. Dazu gehören Startups mit klimawirksamen Geschäftsmodellen, Renaturierungsprojekte, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz sowie kommunale Programme.
- Startups mit skalierbaren Klima- und Ressourcenlösungen.
- Renaturierungs- und Flächenprojekte mit belastbarer Langfristwirkung.
- Kreislaufwirtschaft: Recycling, Wiederverwendung, materialeffiziente Prozesse.
- Kommunale, kooperative oder unternehmensnahe Programme mit klarer CO₂e-Wirkung.
Mit der Projektgröße steigt die Validierungstiefe: kleine Maßnahmen pragmatisch, große Projekte konservativ und mehrstufig – immer auditierbar und reproduzierbar.
Projektträger wählen nach der Prüfung einen Nutzungsweg. In beiden Fällen wird die Wirkung genau einmal genutzt: entweder als Planedos im eigenen Konto oder als Übertragung an Planedo zur Systemdeckung.
- Planedos erhalten: Planedos werden geprägt, können gehalten oder intern weitergegeben werden.
- Wirkung übertragen: Planedo übernimmt die Wirkung und führt sie dem Wirkungspool zu.
Pro 10 kg CO₂e gibt es entweder einen Planedo oder eine Auszahlung/Förderung durch Planedo – nie beides gleichzeitig.
Der Wirkungspool bündelt validierte Wirkung, die Planedo von Mitgliedern übernimmt. Er erfüllt zwei Funktionen: (1) Absicherung des Prägeversprechens im Gesamtsystem, (2) Aufbau eines verlässlichen Wirkungsvorrats für künftige Prägungen und Förderungen.
- Gespeist aus einem wesentlichen Anteil von Fiat-Einnahmen aus Prägungen sowie aus gezieltem Wirkungskauf.
- Ermöglicht Ankaufpfade (zum Beispiel bis 1,20 Euro je 10 kg CO₂e als Obergrenze im Modell).
- Sichert: Geprägte Planedos sind systemweit mit realer, validierter Wirkung hinterlegt.
Entscheidend ist die Funktionslogik: Wirkung wird beschafft, geprüft, registriert und als Deckung geführt – nicht „versprochen“, sondern nachweislich hinterlegt.
Gehaltene Planedos können an einer wirkungsbezogenen Dividendenlogik teilnehmen. Ziel ist, langfristiges Halten und systemdienliche Nutzung zu belohnen – nicht kurzfristige Verwertung.
- Dividende wird quotal auf gehaltene Planedos verteilt.
- Zusätzlicher Kauf einzelner Planedos wird dadurch attraktiver.
- Ausrichtung auf langfristige Wirkung statt kurzfristige Spekulation.
Details zur konkreten Ausgestaltung werden in Governance- und Investorendokumenten vertieft. In der Wiki steht die Wirkungsmechanik im Vordergrund.
Technik & Architektur
Planedo-KI, Register, API & Sicherheit
Die technische Architektur von Planedo verbindet wissenschaftliche Validierung, digitale Registerführung und ein sicheres Konten- und Walletsystem. Jede registrierte Wirkungseinheit wird eindeutig erfasst und kann für Prägung, Reporting, Bilanzierung oder Förderung genutzt werden.
Die Planedo-KI unterstützt die Einreichung, ordnet Maßnahmen methodisch ein und arbeitet mit konservativen Annahmen. Sie erkennt Plausibilitätsbrüche, fordert fehlende Evidenz nach und bereitet die Prüfung so vor, dass menschliche Validatoren nachvollziehbar freigeben können.
Je größer das Projekt, desto strenger der Pfad: von automatisierter Vorprüfung bis zur vertieften Analyse mit dokumentierten Annahmen und Sicherheitsabschlägen.
Jede Wirkungseinheit wird als Registered Impact Unit (RIU) geführt – mit eindeutiger ID, Herkunft, Zeitraum, Kategorie, Evidenzreferenzen und Bewertungsmethodik. RIUs sind die Grundlage für Prägung, Übertragung, Ankauf und Reporting.
- Getrennte Service-Ebenen für Einreichung, Validierung, Register und Wallet.
- Kryptografische Sicherung von Registereinträgen und Transaktionen.
- Technische Regeln gegen doppelte Nutzung derselben RIU/Wirkung.
- Versionierte Prüfpfade und nachvollziehbare Historie pro Einheit.
Governance & Tokenmodelle
RIUs, RWA, Planedo Invest, Regulatorik
Planedo ist kein klassischer CO₂-Zertifikatemarkt und keine Kryptoplattform, sondern ein System für registrierte, prüfbare Umweltleistung. Governance, Registerlogik und Abgrenzungen zur Finanzregulierung sind daher zentrale Bestandteile des Modells.
- 1) Kein Planedo ohne validierte Wirkung Planedos entstehen ausschließlich aus registrierten, geprüften Wirkungseinheiten (RIUs).
- 2) Fiat-Prägungen werden durch Wirkung gedeckt Wenn Planedos gegen Fiat geprägt werden, wird die Systemdeckung über den Wirkungspool gesichert: Es werden validierte Wirkungen gebündelt, damit das Prägeversprechen systemweit belastbar bleibt.
- 3) Der Wirkungspool ermöglicht zusätzliche Förderung Gebündelte Wirkung und Mittel dienen dazu, Projekte anzukaufen oder zu fördern – immer auf Basis validierter, dokumentierter Umweltleistung.
Wichtig: Für jede CO₂e-Menge gilt die Entweder-oder-Regel – entweder Planedos im Wallet oder Überführung der Wirkung in den Wirkungspool.
Die Governance beruht auf klar getrennten Rollen. Betreiberin, prägende Mitglieder, Projektträger und Validatoren übernehmen unterschiedliche Aufgaben in Validierung, Prägung, Registerführung und Mittelverwendung.
- PlanedoTech: Betrieb der Plattform, Registerführung, technische Architektur.
- Prägende Mitglieder: bringen Fiat in das System ein und erhalten Planedos.
- Projektträger: reichen Wirkung ein und entscheiden zwischen Prägung oder Ankauf.
- Validatoren: prüfen fachlich und bestätigen die anrechenbare Wirkung.
Die Mittelverwendung aus der Fiat-Prägung folgt einem verankerten Verwendungsrahmen: Ein wesentlicher Anteil ist dauerhaft für zusätzliche Umweltleistung und deren Validierung reserviert; ein weiterer Anteil stellt Betrieb, Sicherheit und Produktentwicklung sicher.
RIUs sind die interne Repräsentation validierter Umweltleistung. Sie sind nicht als Standardprodukt frei handelbar, sondern bilden das fachliche Rückgrat: Aus RIUs entstehen Planedos oder Ankaufpositionen im Wirkungspool.
- Eindeutige ID pro Einheit, verknüpft mit Projektdaten, Zeitraum und Methodik.
- Nachvollziehbare Zuordnung zu CO₂e-Mengen und – wo anwendbar – weiteren Ökosystemleistungen.
- Trennung zwischen fachlicher Wirkung (RIU) und digitaler Nutzungseinheit (Planedo).
Planedo nutzt reale Umweltleistung als Bezugspunkt, ohne ein klassischer Real-World-Asset-Token zu sein. Der Preis pro Planedo ist eine betriebswirtschaftliche Größe (Kalkulationsbasis für Wirkung), kein Einlöseversprechen.
- Kein Anspruch auf Fiat, Zins oder einen Korb aus Vermögenswerten.
- Preisreferenzen dienen der Finanzierung und Steuerung, nicht der „Einlösung“ in Assets.
- Abgrenzung zu Asset-Referenced Tokens: keine direkte Kopplung an externe Referenzwerte.
Für Investoren kann Planedo separate Beteiligungs- oder Governance-Instrumente vorsehen. Diese haben keinen Bezug zu CO₂e-Wirkung, sondern bilden Unternehmensbeteiligung oder Governance-Rechte ab.
- Strikte Trennung von ökologischer Wirkung (Planedos) und Kapital-/Governance-Rechten.
- Keine Vermischung von Unternehmensgewinnen mit der Logik der Wirkungseinheiten.
- Regulatorische Einordnung entlang Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht.
Glossar & FAQ
Begriffe, Fragen, Dokumente
Dieser Abschnitt bündelt zentrale Begriffe des Planedo-Modells, beantwortet die häufigsten Fragen zur Nutzung und verweist auf vertiefende Unterlagen wie Whitepaper, Bilanzlogik und Methodenbibliothek.
- Planedo: Digitale Wirkungseinheit auf Basis von 10 kg validierter CO₂e-Wirkung oder gleichwertiger Umweltleistung.
- RIU: Registered Impact Unit – interne Registereinheit jeder validierten Umweltleistung (ID, Methodik, Herkunft, Zeitraum).
- PSC Plus: Wirkungsebene aus eigenen Maßnahmen (unternehmensbezogene Wirkung), die für Bilanz- und Prüfpfade strukturiert wird.
- PSC Soft: Vorvalidierte Wirkungsebene, insbesondere für Produkte, Lieferketten und Scope-3-Kontexte (noch nicht „harte“ Prägung).
- Wirkungspool: Bündelung angekaufter Wirkung zur Systemdeckung und Projektförderung.
- Validierung: Mehrstufige Prüfung (KI-Vorprüfung + menschliche Freigabe), die zur registrierten Wirkungseinheit führt.
- Ökosystemleistungen: Umweltwirkungen jenseits von CO₂e, zum Beispiel Bodenaufbau, Biodiversität oder Wasserhaushalt.
- Wie entsteht ein Planedo? Aus jeweils 10 kg validierter CO₂e-Wirkung (oder gleichwertiger Umweltleistung) auf Basis einer registrierten RIU.
- Kann ich Planedos verkaufen? Planedos selbst werden nicht an Planedo verkauft. Sie können Planedos übertragen; ein Ankauf betrifft ausschließlich validierte Wirkung (RIUs), die in den Wirkungspool überführt wird.
- Wie wird Wirkung geprüft? Durch KI-gestützte Vorvalidierung, methodische Bewertung und menschliche Freigabe – mit konservativen Annahmen und Audit-Trail.
- Was unterscheidet Planedo von CO₂-Zertifikaten? Kein Handel mit anonymen Tonnen, sondern registerbasierte, nachweisgebundene Umweltleistung mit eindeutiger Herkunft.
- Wie passt das zur Bilanzierung? Die wirtschaftliche Einordnung hängt von Nutzung, Haltelogik und PSC-Ebene ab (HGB/IFRS-Leitfäden vertiefen das).