ISO 14067 quantifiziert den Klima-Fußabdruck eines Produkts.
Der Carbon Footprint of a Product beschreibt die mit einem Produkt verbundenen Treibhausgasemissionen und -entnahmen innerhalb einer definierten Lebenszyklusbetrachtung.
Die Berechnung folgt den Grundprinzipien der Lebenszyklusanalyse und baut insbesondere auf ISO 14040 und ISO 14044 auf.
Ein PCF beschreibt einen Produktfußabdruck. Planedo fragt zusätzlich, welche reale Veränderung gegenüber einem geeigneten Referenzfall tatsächlich eingetreten ist.
ISO 14067:2018 ist weiterhin aktuell — befindet sich aber bereits in Revision.
ISO 14067 wurde im August 2018 als internationale Norm veröffentlicht.
Die Ausgabe wurde zuletzt 2024 überprüft und bestätigt und bleibt daher derzeit gültig.
Die geplante zweite Ausgabe soll ISO 14067:2018 künftig ersetzen. Solange die neue Ausgabe nicht veröffentlicht ist, bleibt ISO 14067:2018 der geltende Standard.
Im Zentrum steht ein Produkt — nicht das gesamte Unternehmen.
ISO 14067 betrachtet den Treibhausgasfußabdruck eines definierten Produkts.
„Produkt“ kann dabei je nach Untersuchungsgegenstand eine Ware oder eine Dienstleistung umfassen.
Emissionen einer gesamten Organisation.
Treibhausgaswirkung eines definierten Produkts über seine Systemgrenzen.
Veränderung gegenüber einem geeigneten Referenzfall.
ISO 14067 betrachtet nur eine Wirkungskategorie: Klimawandel.
Ein Product Carbon Footprint ist keine vollständige Umweltbewertung eines Produkts.
ISO 14067 beschränkt sich auf die Klimawirkung in Form von Treibhausgasemissionen und -entnahmen.
Wasser, Biodiversität, Boden, Ressourcenverbrauch oder andere Umweltwirkungen werden dadurch nicht automatisch bewertet.
Planedo hält Klima, Wasser, Boden, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft fachlich voneinander getrennt.
ISO 14067 baut auf der Lebenszyklusanalyse auf.
Die Norm ist mit ISO 14040 und ISO 14044 für Life Cycle Assessment konsistent.
Dadurch folgt die PCF-Betrachtung einer strukturierten Lebenszykluslogik.
Die allgemeine LCA-Systematik behandeln wir im Artikel „ISO 14040 & 14044“ .
Ein Fußabdruck braucht eine eindeutig definierte Bezugsgröße.
Ein PCF ist nur sinnvoll interpretierbar, wenn eindeutig feststeht, auf welches Produkt, welche Produktfunktion und welche Menge sich die Berechnung bezieht.
Für den Einsatz in Lieferketten und Wirkungsmodellen müssen Produktmenge und funktionaler Kontext erhalten bleiben.
Welche Lebenszyklusphasen einbezogen werden, ist entscheidend.
Ein Product Carbon Footprint wird innerhalb einer definierten Produktsystemgrenze berechnet.
Je nach Untersuchungsziel können unterschiedliche Lebenszyklusabschnitte relevant sein.
ISO 14067 erlaubt auch einen partiellen Product Carbon Footprint.
Neben einer umfassenderen Produktlebenszyklusbetrachtung enthält ISO 14067 auch Anforderungen für einen Partial CFP.
Dabei wird nur ein definierter Teil des Produktlebenszyklus betrachtet.
Der berücksichtigte Ausschnitt und die Systemgrenze müssen deshalb erkennbar bleiben.
Ein PCF kombiniert Daten aus unterschiedlichen Lebenszyklusphasen.
Die Berechnung kann produkt- und standortspezifische Daten sowie geeignete Sekundärdaten und Hintergrunddatensätze enthalten.
Entscheidend ist, dass Herkunft, Eignung und Aussagekraft der Daten zum jeweiligen Untersuchungszweck passen.
Gemeinsame Prozesse benötigen eine transparente Zuordnungslogik.
Produktionsprozesse erzeugen häufig mehrere Produkte oder Koppelprodukte.
Dann muss fachlich bestimmt werden, wie gemeinsame Inputs und Emissionen den einzelnen Produktströmen zugeordnet werden.
Deshalb sind PCF-Unterschied und reale Prozesswirkung nicht automatisch identisch.
Product Carbon Footprints können mehr als fossile Verbrennung abbilden.
Je nach Produktsystem können unterschiedliche Treibhausgasquellen und -entnahmen für die Klimabilanz relevant sein.
Entscheidend ist, dass unterschiedliche physische Prozesse methodisch nachvollziehbar und konsistent behandelt werden.
Planedo prüft den konkreten Realweltfall, seinen Status und seine Integritätsbedingungen separat.
Carbon Offsetting liegt außerhalb des Anwendungsbereichs von ISO 14067.
ISO 14067 quantifiziert den Product Carbon Footprint.
Die Kompensation dieses Footprints durch externe Credits gehört nicht zur PCF-Quantifizierung nach ISO 14067.
Die Berechnung eines PCF entscheidet nicht automatisch über zulässige Claims.
ISO 14067:2018 behandelt die Quantifizierung und Berichterstattung des Product Carbon Footprint.
Die externe Kommunikation von CFP- oder Partial-CFP-Informationen liegt ausdrücklich außerhalb des Anwendungsbereichs der Norm.
Verbraucherkommunikation ist unter anderem anhand der jeweils einschlägigen Umweltclaim-Regeln zu beurteilen.
Ein Produktfußabdruck ist noch keine Interventionswirkung.
Welche Treibhausgaswirkung ist dem Produktsystem innerhalb seiner definierten Grenzen zugeordnet?
Welches alternative Produkt, Verfahren oder Szenario ist der sachgerechte Vergleich?
Welche reale Veränderung ist durch die konkrete Intervention tatsächlich entstanden?
Unterschiedliche Footprints müssen fachlich vergleichbar sein.
Ein niedrigerer PCF kann ein starkes Indiz für eine klimatisch günstigere Produktalternative sein.
Für einen belastbaren Vergleich müssen jedoch insbesondere Produktfunktion, Bezugsgröße, Systemgrenze, Datenqualität, Lebenszyklusannahmen und Methoden zueinander passen.
Erst der reale Einsatz, die relevante Menge und ein fachlich geeigneter Referenzfall bestimmen, ob daraus eine tatsächlich realisierte Wirkungsdifferenz entsteht.
Ein PCF kann einen qualifizierten Produktwirkungspfad unterstützen.
Für standardisierbare Produkte kann ein belastbarer Product Carbon Footprint eine wichtige methodische Ausgangsinformation darstellen.
Planedo kann daraus jedoch nicht allein aufgrund des PCF-Werts automatisch eine Wirkungsmenge ableiten.
Produkt, Anwendung und relevante Menge werden eindeutig bestimmt.
Systemgrenze, Bezugsgröße, Daten und Methoden werden eingeordnet.
Die relevante Alternative beziehungsweise der Referenzfall wird fachlich bestimmt.
Ein wiederholbarer Produkt- oder Leistungspfad kann strukturiert werden.
Erst der tatsächliche Vorgang bestimmt die realisierte Wirkungsmenge.
Produktbezogene Klimadaten können entlang einer Wertschöpfungskette wertvoll sein.
Ein produktspezifischer Footprint kann Kunden helfen, ihre eingekauften Güter und Dienstleistungen klimaseitig differenzierter zu betrachten.
Für Planedo ist zusätzlich relevant, dass die Information bis zum konkreten Produkt, Vorgang und Mengenbezug nachvollziehbar bleibt.
Ob daraus eine validierte Wirkung entsteht, bleibt eine eigene fachliche Entscheidung.
Product Carbon Footprints können Lieferketteninventare unterstützen.
Produktbezogene Emissionsdaten können für Scope-3-Berechnungen relevanter Unternehmen eine wichtige Datengrundlage sein.
Ein PCF beantwortet jedoch nicht automatisch, wie der jeweilige Kunde die Daten innerhalb seiner konkreten Scope-3-Systemgrenze verwenden darf oder muss.
ISO-14067-konforme Daten können Evidence sein — nicht die Planedo-Entscheidung selbst.
Ein qualitativ belastbarer PCF kann die fachliche Prüfung wesentlich verbessern.
Planedo muss trotzdem den konkreten Wirkungspfad, die Baseline, reale Menge, Anwendung, Evidence, Attribution und Integritätsfragen eigenständig prüfen.
Ein ISO-14067-PCF erzeugt nicht automatisch Planedo-Kapazität.
Der reale Anwendungskontext bleibt erforderlich.
Die Planedo-Baseline bleibt eine eigene fachliche Entscheidung.
Der Standardbezug begründet keine ISO-Zertifizierung von Planedo.
Zwei Baustoffe haben unterschiedliche PCFs. Was ist die reale Wirkung?
Für zwei funktional vergleichbare Baustoffe liegen belastbare Product Carbon Footprints vor.
Der dokumentierte PCF beträgt beispielsweise 80 kg CO₂e je Bezugsgröße.
Der dokumentierte PCF beträgt unter vergleichbaren Voraussetzungen 60 kg CO₂e.
Rechnerisch besteht eine Differenz von 20 kg CO₂e.
Es wird geprüft, ob Produkt A tatsächlich der geeignete Referenzfall des realen Vorgangs ist.
Die tatsächlich eingesetzte Menge und der reale Anwendungskontext werden belegt.
Erst danach kann eine konkrete Netto-Wirkung fachlich freigegeben werden.
Die zweite Ausgabe befindet sich in Entwicklung.
ISO arbeitet derzeit an einer Revision der Product-Carbon-Footprint-Norm.
ISO/WD 14067.2 ist als zweite Ausgabe vorgesehen und soll ISO 14067:2018 nach ihrer späteren Veröffentlichung ersetzen.
Entwürfe dürfen nicht still als bereits verbindliche ISO-Anforderung behandelt werden.
Was aus einem ISO-14067-Bezug von Planedo nicht folgt.
Planedo ist nicht allein durch Verwendung des Standards ISO-zertifiziert.
ISO 14067 betrachtet ausschließlich Klimawandel.
Offsetting gehört nicht zur ISO-14067-PCF-Quantifizierung.
Umweltkommunikation ist gesondert zu beurteilen.
Eine reale Wirkungsdifferenz benötigt einen geeigneten Referenzfall und Realweltbezug.
Künftige ISO-Änderungen werden erst nach fachlicher Prüfung übernommen.
Produktfußabdruck, LCA und Wirkungsvalidierung vertiefen.
Öffentliche ISO- und Planedo-Grundlagen.
Greenhouse gases — Carbon footprint of products — Requirements and guidelines for quantification. ISO öffnen →
In Entwicklung befindliche zweite Ausgabe der Norm. Entwicklungsstand öffnen →
Principles and framework for Life Cycle Assessment. ISO öffnen →
Requirements and guidelines for Life Cycle Assessment. ISO öffnen →
Fachliche Grundlage zu Produktwirkung, Evidence, Baseline, Quantifizierung und Wirkungsgrenzen. Deutsche Ausgabe öffnen →
Planedo kann ISO 14067 als externes fachliches Bezugssystem berücksichtigen. Daraus folgt weder eine ISO-Zertifizierung von Planedo noch eine automatische Planedo-Freigabe eines ISO-14067-basierten PCF.