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Planedo Fachbereich

Geprüfte Umweltleistung als aktivierbarer Vermögenswert

Der Planedo Accounting & Audit Hub stellt eine register- und validierungsbasierte Infrastruktur zur Verfügung, mit der eigenständig erbrachte Umweltleistung ex post geprüft, dokumentiert und bilanziell eingeordnet werden kann.

Status quo in der Praxis

Unternehmen investieren zunehmend in Effizienz, Dekarbonisierung und Prozessumstellung. Die entstehenden Umweltwirkungen werden bilanziell jedoch meist vollständig als Aufwand behandelt.

Eine systematische Erfassung, Bewertung und langfristige Steuerung eigener Umweltleistung ist bislang kaum etabliert.

Die bestehende Systemlücke

ESG- und CSRD-Anforderungen steigen, während belastbare Bilanzierungs- und Prüfstandards für eigene Umweltleistung fehlen.

Planedo schließt diese Lücke durch MRV, Ex-post-Validierung, Registerführung und einen durchgängigen Audit Trail.

Systemarchitektur

Registerlogik und Audit Trail

Planedo ist als Prüf- und Registerinfrastruktur aufgebaut. Jede Wirkungseinheit (10 kg CO₂e) wird eindeutig einer Maßnahme, einer dokumentierten Datenbasis und einer Ex-post-Validierung zugeordnet. Dadurch entsteht ein durchgängiger Prüfpfad, der Bilanzpositionen nachvollziehbar mit Nachweisen und Prüfvermerken verbindet.

Die vier Bausteine des Systems

Die Systemlogik orientiert sich an MRV. Der Fokus liegt auf nachvollziehbarer Datenerhebung, sauberer Berichterstattung, verifizierbarer Prüfung und einer revisionssicheren Registerführung.

Measurement
Erfassung relevanter Daten aus Betrieb, Projekten oder Lieferkette. Ziel ist eine prüffähige Datengrundlage für CO₂e-Wirkung.
Reporting
Strukturierte Aufbereitung: Systemgrenzen, Zeitraum, Methodik, Parameter, Annahmen, Belege und Versionierung.
Verification
Mehrstufige Prüfung: Vollständigkeit, Plausibilität, methodische Bewertung, Risikoindikatoren und Freigabeentscheidung.
Register
Eindeutige Kennung, Statusführung, Historie, Übertragungen und auditierbarer Export. Das Register ist die Referenzquelle.

Ergebnis: Eine klare Zuordnung von Bilanzposition zu Registereintrag und von dort zu Validierung und Originalbelegen.

Welche Informationen pro Wirkungseinheit geführt werden

Der Registereintrag verbindet Maßnahme, Systemgrenzen, Methodik, Nachweise und Validierung. Prüfer können jede Position auf die zugrunde liegenden Unterlagen zurückführen.

Identifikation

Registerkennung, Inhaberzuordnung, Zeitstempel und Versionsstand.

Systemgrenzen

Einheit, Zeitraum, Abgrenzung, CO₂e-Basis und relevante Annahmen.

Methodik

Berechnungsansatz, Referenzszenario, Parameter, Unsicherheiten und Abschläge.

Nachweise

Messprotokolle, Dokumente, Rechnungen, Gutachten und interne Freigaben.

Validierung

Prüfvermerke, Ergebnis, Status und Begründungen bei Anpassungen.

Historie

Statuswechsel, Übertragungen und Nutzung – vollständig nachvollziehbar.

Abgrenzung: Planedo basiert auf eigener, ex post validierter Umweltleistung. Es werden keine Emissionsrechte begründet.

Bilanz & Steuer

Bilanzielle Einordnung, Wirkungszyklus und Monetarisierungslogik

Die bilanzielle Behandlung von Planedo-Wirkungseinheiten berücksichtigt den vollständigen Wirkungszyklus von der Vorvalidierung (PSC-Soft) über die Aktivierung bis zur möglichen Monetarisierung durch Ankauf. Maßgeblich sind Abgrenzbarkeit, wirtschaftlicher Nutzen, verlässliche Bewertung sowie die dokumentierte Register- und Validierungslogik.

1. Vorvalidierung (PSC-Soft)

Vorläufig geprüfte Umweltleistung mit dokumentierter Datenbasis. Regelmäßig noch kein aktivierungsfähiger Vermögenswert.

2. Validierung & Prägung

Vollständige Prüfung, Registereintrag und Ausgabe aktivierungsfähiger Wirkungseinheiten.

3. Nutzung & Halten

Einsatz für ESG, Reporting, Finanzierung und strategische Wirkungssteuerung.

4. Ankauf & Monetarisierung

Vertraglich geregelte Übertragung an Planedo als Liquiditäts- und Bewertungsoption.

HGB

Nach Handelsrecht können validierte Wirkungseinheiten bei Vorliegen der Voraussetzungen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert werden.

  • Aktivierung ab Phase 2
  • Bewertung zu Herstellungskosten
  • Trennung von PSC-Soft und aktivierungsfähigen Einheiten
  • Planmäßige Abschreibung
  • Berücksichtigung der Ankaufoption bei Werthaltigkeit

PSC-Soft-Einheiten verbleiben regelmäßig im Aufwand bzw. im Nebenrechnungskreis.

IFRS

Die Einordnung erfolgt entlang IAS 38 sowie IAS 36 unter Berücksichtigung der Register- und Bewertungslogik.

  • Identifizierbarkeit und Kontrolle
  • Nachweis wirtschaftlichen Nutzens
  • Abgrenzung Vor- und Entwicklungsphase
  • Amortisation und Impairment
  • Einbezug der Ankaufoption in Werthaltigkeitsprüfungen

Die PSC-Soft-Phase entspricht regelmäßig der Forschungsphase.

Steuerrecht

Steuerlich ist die Behandlung regelmäßig restriktiver als handelsrechtlich auszugestalten.

  • Prüfung des Aktivierungsverbots
  • Eigenständige Bewertung von PSC-Soft
  • Abweichungen zur Handelsbilanz
  • Latente Steuern
  • Dokumentation der Ankaufkonditionen

Der Ankauf dient steuerlich nicht als Marktpreis, sondern als Referenzgröße.

Typische Prüfungsschwerpunkte im Planedo-Modell

  • Saubere Trennung von PSC-Soft und aktivierten Einheiten
  • Plausibilisierung der Herstellungskosten
  • Herleitung der Nutzungsdauer
  • Einbindung der Ankaufoption in Impairment-Modelle
  • Abgleich mit Register und Validierungsberichten
  • Konsistenz zwischen Finanz- und Nachhaltigkeitsberichten

Empfehlung: Die Wirkungsbilanzierung sollte projektbezogen dokumentiert und frühzeitig mit Abschlussprüfern abgestimmt werden, insbesondere bei Übergängen von PSC-Soft in aktivierungsfähige Einheiten.

Wissensbasis

Whitepaper, Leitfäden und Fachunterlagen

Diese Bibliothek stellt die zentralen Fachunterlagen zur bilanziellen, steuerlichen und prüfungsrechtlichen Einordnung von Planedo-Wirkungseinheiten zur Verfügung. Alle Dokumente werden versioniert und in deutscher und englischer Sprache bereitgestellt.

Executive Summary – Bilanzielle Einordnung

Überblick zur Systemlogik, Aktivierung, PSC-Soft, Ankauf und Prüfpfad. Geeignet für Erstbewertung und Mandantengespräche.

Version 1.0
Stand: [Monat Jahr]

Bilanzleitfaden – Vollversion

Detaillierter Praxisleitfaden mit HGB, IFRS, Steuer, Bewertungsmodellen, Musterbuchungen und Checklisten.

Version 1.0
Stand: [Monat Jahr]

Praxisleitfaden – PSC-Soft und Übergangsphase

Behandlung vorvalidierter Wirkungseinheiten, Übergang zur Aktivierung und Dokumentationsanforderungen.

Version 0.9
Stand: [Monat Jahr]

Musterbuchungen und Fallbeispiele

Typische Buchungssätze für Aktivierung, Abschreibung, Ankauf und Rückführung.

Version 0.8
Stand: [Monat Jahr]

Hinweis: Die Fachbibliothek wird kontinuierlich erweitert und an neue regulatorische, steuerliche und prüferische Anforderungen angepasst. Frühere Versionen bleiben aus Dokumentations- und Nachweisgründen archiviert.

Fachdialog

Zusammenarbeit mit Kanzleien und Prüfungsgesellschaften

Die Weiterentwicklung des Planedo-Modells erfolgt im strukturierten Austausch mit Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Fachabteilungen. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung praxistauglicher, prüfungssicherer und belastbarer Standards.

Formate der Zusammenarbeit

  • Strukturierte Fachgespräche zur Bilanzierungspraxis
  • Review konkreter Mandanten- und Projektfälle
  • Begleitete Pilotanwendungen
  • Abstimmung zu HGB-, IFRS- und Steuerfragen
  • Entwicklung gemeinsamer Arbeitshilfen

Pilotprogramme

Die Pilotprogramme ermöglichen eine strukturierte Erprobung des Planedo-Modells in realen Prüfungs- und Beratungssituationen.

  • Anwendung in ausgewählten Mandaten
  • Zugriff auf vollständige Register- und Validierungsdaten
  • Begleitende Dokumentation der Bilanzierung
  • Regelmäßige fachliche Review-Termine
  • Einbindung in die Weiterentwicklung der Methodik

Pilotpartner erhalten frühzeitig Einblick in neue Standards und Gestaltungshilfen.

Der fachliche Dialog dient der gemeinsamen Qualitätssicherung und der Entwicklung belastbarer Marktstandards.

Interessierte Kanzleien und Prüfungsgesellschaften können sich jederzeit für ein unverbindliches Fachgespräch melden.