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CO2-Abscheidung und Speicherung

Auch eine stark zunehmende Nutzung regenerativer Energien und Energieeffizienzsteigerung auf der Erzeugungs- und Verbrauchsseite kann die fossile Energieerzeugung erst mittel- oder langfristig ablösen. Wie lange große Wachstumsländer (z. B. die Volksrepublik China und Indien) und Schwellenländer für diesen Umstieg brauchen werden, bleibt abzuwarten. Die dauerhafte Einlagerung (Endlagerung) des Kohlenstoffdioxids ist eine fiktive Möglichkeit, die ansonsten zu erwartende steigende Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen zu reduzieren.

Die Menschheit muss Milliarden Tonnen CO2 wieder einfangen

CO2 auffangen und einspeichern muss die Menschheit in jedem Fall, zusätzlich zu den Einsparungen und der Reduktion. Es gibt kein Entweder-oder. Die Verringerung der Emissionen ist von entscheidender Bedeutung, aber sie reicht nicht aus.“

In allen Szenarien sind Technologien, die CO2 abscheiden, wieder nutzen oder einlagern, eingepreist, selbst in jenen des Weltklimarates. Am 2030 müssen es Millionen Tonnen pro Jahr sein, ab 2050 Milliarden Tonnen.

Der überwiegende Teil der Klimawissenschaft hält CCS für unvermeidlich, um etwa Treibhausgase in Entwicklungsländern beispielsweise aus Kohlekraftwerken abzuscheiden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) kommt auf gut zehn Gigatonnen ab dem Jahr 2070, vor allem, indem man Kraftwerke und Industrieanlagen nachrüstet, um CO2 direkt aus der Luft zu filtern. Aber auch in Kombination mit Bioenergie. Hierbei werden CO2-speichernde Pflanzenbiomassen angebaut und danach verbrannt, wobei das CO2 direkt wieder eingefangen wird.

„Die Kohlenstoffentfernung ist erforderlich, um Emissionen im gesamten Energiesystem auszugleichen, deren Reduzierung technisch schwierig oder unerschwinglich ist“, so die IEA. „Sie kann auch dazu beitragen, Emissionen außerhalb des Energiesektors auszugleichen, falls dort keine Fortschritte erzielt werden.“

Allein sechs Prozent der jährlich verursachten knapp 37 Gigatonnen CO2 (Stand 2021), so der Befund, müssen durch CCS und CCU reduziert werden, weitere 14 Prozent in Kombination mit Bioenergie, das so genannte BECCS (Bioenergy with Carbon Capture & Storage).

All diese Verfahren haben derzeit noch einen Haken. Sie sind noch nicht im industriellen Maßstab erprobt, sie sind energieintensiv und noch sehr teuer. Es geht also darum, die Kosten zu senken, was aber viele Jahre dauern wird – und viele Projekte anzuschieben, damit man die Technologie optimieren kann.

Hier machen wir mit und beschleunigen mit unserem Beitrag die notwendigen technischen Entwicklungen.

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